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No-Shows auf Mallorca: Wie Deposits Vertrauen schaffen statt Gäste zu vergraten
2026-04-08 · 6 Min.
Deposits gelten als unangenehm. Richtig eingesetzt sind sie ein Qualitätsversprechen — und senken Ausfälle deutlich.
In der Hochsaison kostet jeder leere Tisch doppelt: einmal den entgangenen Umsatz und einmal den Gast, der abgewiesen wurde. Wer an einem Samstagabend fünf Prozent No-Shows hat, verschenkt bei 150 Couverts rund sieben Plätze — und damit oft mehr als den Wochengewinn eines Bereichs.
Der erste Schritt ist nicht die Strafe, sondern die Klarheit. Gäste akzeptieren Deposits, wenn drei Dinge stimmen: der Betrag ist nachvollziehbar, die Regel steht deutlich in der Buchungsstrecke, und die Erinnerung kommt rechtzeitig in der Sprache des Gastes.
Wir arbeiten in der Regel mit gestaffelten Beträgen: kleine Tische ohne Deposit, größere Gruppen und Sonderzeiten mit Anzahlung. Dazu kommen zwei Erinnerungen — 48 Stunden und 4 Stunden vor Ankunft — mit Ein-Klick-Absage. Genau diese einfache Absage ist der wirksamste Hebel, weil sie den Tisch früh freigibt.
Wichtig ist die Haltung im Service: Wer das Deposit als Selbstverständlichkeit kommuniziert, erzeugt keine Diskussion. Wer sich entschuldigt, öffnet sie. Nach vier bis sechs Wochen sehen wir bei Häusern mit diesem Vorgehen typischerweise No-Show-Quoten im niedrigen einstelligen Bereich.
